![]() |
archivo
Posts mit dem Label Comida werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Comida werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 20. Mai 2012
Donnerstag, 15. März 2012
¡Cheers!
Das Buch ist zwar noch nicht da, aber wir haben trotzdem die feine Tischdecke herausgeholt (symbolisch zumindest) und es gebührend mexikanisch begrüsst: Mit (von rechts nach links) Fajitas, Guacamole, Nopal-Salat, Bohnenbrei und natürlich ordentlich Chili. (Ja, Estrella war auch dabei.) In dem runden Ding in der Mitte verbergen sich übrigens die Tortillas. Den Tequila schenke ich mir dann am Samstag ein, da sind wir bei einer Freundin eingeladen. Zu St. Patrick's Day. Cheers!
Dienstag, 28. Februar 2012
Paella gut, alles gut
Anlass unseres Besuchs in der Stadt war diesmal der Geburtstag meiner Schwiegermutter. Die hatte sich zum Geburtstag originellerweise keine Torte gewünscht, sondern das spanische Nationalgericht, eine Paella.
Lulú hatte noch nie eine Paella zubereitet und ich natürlich noch viel weniger. Deshalb haben wir erst überlegt, ob wir nicht lieber irgendwo ein Paar Portionen Paella besorgen sollten. Aber da Lulú kein vernünftiges Paella-Restaurant einfiel, packte uns der Ehrgeiz und wir beschlossen, uns selbst an den Herd zu stellen. Aber bei allem Übermut war uns klar, dass wir dringend Rat einholen mussten, denn die Paella ist schließlich nicht irgendein Gericht, sondern die Krone der spanischen Kochkunst.
Lulú hatte noch nie eine Paella zubereitet und ich natürlich noch viel weniger. Deshalb haben wir erst überlegt, ob wir nicht lieber irgendwo ein Paar Portionen Paella besorgen sollten. Aber da Lulú kein vernünftiges Paella-Restaurant einfiel, packte uns der Ehrgeiz und wir beschlossen, uns selbst an den Herd zu stellen. Aber bei allem Übermut war uns klar, dass wir dringend Rat einholen mussten, denn die Paella ist schließlich nicht irgendein Gericht, sondern die Krone der spanischen Kochkunst.
Montag, 27. Februar 2012
Essen auf Rädern
Faul lümmeln wir auf dem schwiegerelterlichen Sofa und blicken lethargisch ins Leere. Das üppige Mittagessen hat sich ein wenig gesetzt, und obwohl von Hunger noch keine Rede sein kann, spüre ich irgendwo im Magen einen winzigen Hohlraum. Dieses feine Gespür habe ich erst im Land der Dickerchen entwickelt, und ich bin nicht der einzige, der ihn in diesem Moment fühlt.
"Soll ich ein paar Quesadillas machen?" fragt Lulú.
"Warum nicht?" antworte ich.
"Wir haben keine Tortillas", antwortet Lulús Mutter.
"Sandwiches?"
"Okay."
"Wir haben auch keinen Käse."
Ein resigniertes Schweigen macht sich breit. Plötzlich hören wir von draußen einen schrillen Pfiff.
"Camotes!" ruft Lulú.
Wenige Sekunden später stehen wir vor dem Tor.
"Soll ich ein paar Quesadillas machen?" fragt Lulú.
"Warum nicht?" antworte ich.
"Wir haben keine Tortillas", antwortet Lulús Mutter.
"Sandwiches?"
"Okay."
"Wir haben auch keinen Käse."
Ein resigniertes Schweigen macht sich breit. Plötzlich hören wir von draußen einen schrillen Pfiff.
"Camotes!" ruft Lulú.
Wenige Sekunden später stehen wir vor dem Tor.
Samstag, 4. Februar 2012
Crêpes? Bien sûr que non!
Obwohl das die Crêpes-Pfanne ist, die mir meine liebe Freundin Leslie vor locker zwanzig Jahren in Marburg geschenkt hat und mit der wir in der Wohnheimküche unsere Pfannkuchen gebacken haben, sind die Fladen auf dem Bild natürlich keine Crêpes, sondern Quesadillas, also mit Käse gefüllte Tortillas. Die Pfanne kommt in der mexikanischen Küche zu neuen Ehren: Beim Erhitzen von Quesadillas, beim Wärmen getrockneter Chillischoten, oder beim Braten von Bananen. Nur Crêpes backen wir keine mehr...
Donnerstag, 2. Februar 2012
What the Groundhog...?
Lourdes gruselt es, wenn sie diese Knäblein in ihren Seidengewändern sieht. Die stehen schon die letzten vierzehn Tage in den Geschäften, und heute ist die ganze Stadt voll davon. Heute ist nämlich Lichtmess, der letzte Tag des Weihnachtszyklus.
Heute werden die Weihnachtskrippen abgebaut, das Jesuskind wird aus der Krippe genommen und in ein nagelneues Kleidchen gesteckt. Dann geht die Familie in die Kirche, um es segnen zu lassen. Wieder zuhause, wird es auf ein Stühlchen gesetzt, auf dem es bis nächstes Weihnachten thront und die Familie beschützt. Abends gibt es Kakao mit Tamales. Wer die besorgt, wird schon am Dreikönigstag geklärt: Traditionell muss der die Tamales kaufen, der im Dreikönigskranz auf eine Jesusfigur beißt.
Heute werden die Weihnachtskrippen abgebaut, das Jesuskind wird aus der Krippe genommen und in ein nagelneues Kleidchen gesteckt. Dann geht die Familie in die Kirche, um es segnen zu lassen. Wieder zuhause, wird es auf ein Stühlchen gesetzt, auf dem es bis nächstes Weihnachten thront und die Familie beschützt. Abends gibt es Kakao mit Tamales. Wer die besorgt, wird schon am Dreikönigstag geklärt: Traditionell muss der die Tamales kaufen, der im Dreikönigskranz auf eine Jesusfigur beißt.
Sonntag, 14. August 2011
Lazy Sunday
So fängt ein fauler Sonntag an: huevos motuleños -- Spiegeleier auf Tortilla und Bohnenbrei, begraben unter Chilisoße, Erbsen, Schinken, Käse, Rahm und gebratenen Bananen, das Ganze serviert auf einem Bananenblatt -- dazu ein leckerer lechero und handgemachte Tortillas. Und danach für den Rest des Tages in die Hängematte.
Samstag, 2. Juli 2011
Aus dem Garten auf den Tisch
Auf dem Markt bekommt man zur Zeit Knaben wie diesen - rot und in Chilli geröstet. Sie werden mit Zitrone beträufelt und in Tortillas gerollt gegessen, alternativ mit ordentlich Guacamole. Dieser Heuschreck dürfte etwa vier Wochen alt sein und misst gut zwei Zentimeter - das ist so etwa die Obergrenze dessen, was mich aus einem Taco anschauen darf. Gerade ist die beste Zeit, denn bis zum Herbst werden sie noch etwa viermal so lang und sehen dann so aus:
Samstag, 7. Mai 2011
Einfach Guacamole
Donnerstag, 17. März 2011
Dulcísima Puebla
Ein Gewerbe ist in der Altstadt von Puebla noch häufiger vertreten als der Seelenhandel: die Süßwarenläden. Obwohl die beiden verwandt sind. Die katholische Kirche hat Mexiko nämlich nicht nur das Kreuz und die Inquisition gebracht, sondern auch jede Menge Süßigkeiten. Und die sind so lecker, dass man der Kirche ihre Verbrechen fast verzeihen möchte. Um sich ein paar Pesos dazu zu verdienen, kneteten, kochten und buken die Nonnen das Klosters Santa Clara Leckereien aus Zucker und einheimischen Früchten und verkauften sie an die Haushalte der reichen Criollos und Gachupines der Stadt.
Montag, 14. März 2011
Ein nationales Heiligtum
In Puebla befindet sich eines der bedeutendsten Nationalheiligtümer der Mexikaner: die Küche des Klosters Santa Rosa. An diesem heiligen Ort rührten Nonnen vor mehr als 400 Jahren die erste Mole an, eine Chili-Schokoladen-Soße, die heute eines der vielen mexikanischen Nationalgerichte ist. Die Liste der Zutaten ist schier endlos und vor der Erfindung von Mutters Küchenhelfern haben die armen Ordensfrauen tagelang Chilis geweicht, Nüsse gerieben und Schokolade gemahlen. Daher auch der Name Mole: Er kommt nämlich vom spanischen moler, also mahlen (und vom nahuatl molli für Soße). Für Menschen, die sich nicht drei Tage in die Küche stellen können, gibt es die Mole zum Glück auch als Paste und Pulver.
Dienstag, 8. Februar 2011
Nachdem es die letzten Tage so bitterkalt war...
...wollten wir etwas kochen, das uns richtig einheizt. Wir haben uns für einen mexikanischen Klassiker entschieden: Pozole Rojo.
Für die Suppe:
1 kg Schweinefleisch
1 kg Mais Cacahuacintle
4 getrocknete Schoten Chile Ancho
4 getrocknete Schoten Chile Seco
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
2 Liter Brühe
Oregano
Beilagen:
Eisbergsalat, Radieschen, Zwiebeln, Chile Piquin, Zitrone, Sauerrahm, Tostadas
Für die Suppe: 1 kg Schweinefleisch
1 kg Mais Cacahuacintle
4 getrocknete Schoten Chile Ancho
4 getrocknete Schoten Chile Seco
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
2 Liter Brühe
Oregano
Beilagen:
Eisbergsalat, Radieschen, Zwiebeln, Chile Piquin, Zitrone, Sauerrahm, Tostadas
Sonntag, 30. Januar 2011
Gulaschkanone
Es ist schon eine ganze Weile her, dass uns Gretel*, eine neue deutsche Bekannte aus Xalapa, zum Essen eingeladen hat.
"Ich habe Gulasch gekocht", sagte sie fröhlich, als wir uns an den Tisch setzten.
Das war eine nützliche Information, denn so lecker das Essen war, ich wäre beim besten Willen nicht darauf gekommen, dass es sich um ein Gulasch handeln könnte. Ich verzog keine Miene, aber als das Gespräch auf das Essen kam, musste ich doch einstreuen, wie gern ich selbst Gulasch koche.
Zwei Stunden später, wir standen schon in der Tür, fragte mich Gretel, ob an ihrem Gulasch irgendetwas gefehlt hätte. Schuld war natürlich der Wein. Ehe ich mir auf die dicke Zunge beißen konnte, hörte ich mich schon das fatale Wort lallen.
"Paprika!"
"Ich habe Gulasch gekocht", sagte sie fröhlich, als wir uns an den Tisch setzten.
Das war eine nützliche Information, denn so lecker das Essen war, ich wäre beim besten Willen nicht darauf gekommen, dass es sich um ein Gulasch handeln könnte. Ich verzog keine Miene, aber als das Gespräch auf das Essen kam, musste ich doch einstreuen, wie gern ich selbst Gulasch koche.
Zwei Stunden später, wir standen schon in der Tür, fragte mich Gretel, ob an ihrem Gulasch irgendetwas gefehlt hätte. Schuld war natürlich der Wein. Ehe ich mir auf die dicke Zunge beißen konnte, hörte ich mich schon das fatale Wort lallen.
"Paprika!"
Samstag, 6. November 2010
Von wegen Tropen
Bei 10° Raumtemperatur und ohne Heizung bleibt uns nichts anderes übrig, als uns eine Fettschicht anzufressen, wenn wir die kommenden vier Monate überstehen wollen. Zum Glück fährt unten an der Straße jeden Abend ein Bäcker vorbei, der das traditionelle Pan Dulce aus Xico verkauft. Dazu eine Tasse heiße Schokolade, und dann nichts wie ab ins Bett!
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Los Dulces
»WIR VERGNÜGTEN UNS auf den Kirchplätzen, zogen durch die Straßen und stürmten die Süßwarenstände unter den Arkaden. Dort überfraßen wir uns ein ums andere Mal an gelierten und gefüllten Orangen und Zitronen, kandierten Pfirsichen, Kürbisstücken und Kaktusfeigen, eingelegten Quitten und Äpfeln, türkischem Honig, Karamell und Konfekt, bunten Zuckerbonbons, gebrannten Mandeln, alles in Mengen, alles billig und alles begeisternd. Unsere arme Mama, die sonst so sparsam war, konnte der Versuchung der Süßigkeiten nicht widerstehen, weshalb wir unsere kärglichen Ersparnissen in den Arkaden ließen, und ich glaube manchmal sogar einen Teil dessen, der für unsere täglichen Mahlzeiten bestimmt war.« (José Vasconcelos, Ulises Criollo)
Sonntag, 3. Oktober 2010
Nationen und Gerichte
In einem Land, in dem die Menschen so gern essen wie in Mexiko, hat natürlich auch der Nationalfeiertag sein Nationalfeiertagsgericht: Chiles en Nogada, mit einer Mischung aus Obst und Fleisch gefüllte Chiles Poblanos in Nuss-Ziegenkäse-Soße mit Granatapfelkernen. Und weil ein einziger Tag nicht ausreicht, um das Nationalfeiertagsgericht gebührend zu würdigen, gibt es die Chiles en Nogada den ganzen September, den "Monat des Vaterlandes" hindurch bis Ende November, wenn die Granatapfel-Saison zu Ende geht. Das Gericht passt nicht nur wegen der Nationalfarben Rot, Weiß und Grün besonders gut zum Nationalfeiertag, sondern auch, weil es typische Zutaten und Eigenschaften der nationalen Küche vereint. Mexikanische Köchinnen lieben Kontraste, und davon haben die Chiles en Nogada einige: Sie sind süß und salzig, weich und knusprig, scharf und cremig.
Montag, 20. September 2010
Das Getränk der Götter
Moisés ist meine wandelnde Xalapedia, Xalamapia inklusive. Er kommt zwar von der Küste, aber er hat in Xalapa studiert und weiß alles, was es über die Stadt zu wissen gibt. Ungelogen.
Moi hat mir öfter von einer Schokolade der Marke "La Locomotora" vorgeschwärmt, die in Xalapa hergestellt wird. "Die haben dieses Jahr ihr Hundertfünfzigjähriges. Der Betrieb gehört der Familie Lasso, die nach der Unabhängigkeit aus Spanien eingewandert ist. Das ist die einzige Fabrik, die es noch in der Stadt gibt, ein uraltes Gemäuer. Die machen ihre Schokolade noch von Hand, mit Holz und Kohle, und so wenig, dass sie außerhalb von Xalapa niemand kennt. Ich glaube, die beschäftigen keine zehn Leute.Weißt du, wo du die mal probieren kannst? Auf dem Markt von Xallitic. Weißt du wo der ist? Also, wenn du vom Zentrum her kommst..."
Da dieser Markt etwas abseits meiner alltäglichen Routen liegt, habe ich mir wenig Hoffnungen gemacht, die Schokolade jemals zu probieren. Bis ich am Abend des 15. September zufällig auf sie gestoßen bin.
Moi hat mir öfter von einer Schokolade der Marke "La Locomotora" vorgeschwärmt, die in Xalapa hergestellt wird. "Die haben dieses Jahr ihr Hundertfünfzigjähriges. Der Betrieb gehört der Familie Lasso, die nach der Unabhängigkeit aus Spanien eingewandert ist. Das ist die einzige Fabrik, die es noch in der Stadt gibt, ein uraltes Gemäuer. Die machen ihre Schokolade noch von Hand, mit Holz und Kohle, und so wenig, dass sie außerhalb von Xalapa niemand kennt. Ich glaube, die beschäftigen keine zehn Leute.Weißt du, wo du die mal probieren kannst? Auf dem Markt von Xallitic. Weißt du wo der ist? Also, wenn du vom Zentrum her kommst..."
Da dieser Markt etwas abseits meiner alltäglichen Routen liegt, habe ich mir wenig Hoffnungen gemacht, die Schokolade jemals zu probieren. Bis ich am Abend des 15. September zufällig auf sie gestoßen bin.
Montag, 6. September 2010
Etwas Warmes braucht der Mensch
Warum bei diesem fiesen Dauerregen nicht mal ein Caldo Tlalpeño.
4 Karotten
2 Zuchini
2 Chayotes
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll Korianderblätter
1 Schote Chili Chipotle (eingelegt)
Salz
Zutaten für 4 Personen:
4 Hähnchenschenkel4 Karotten
2 Zuchini
2 Chayotes
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll Korianderblätter
1 Schote Chili Chipotle (eingelegt)
Salz
Freitag, 3. September 2010
Auf dieses Buch...
...das vor knapp einem Jahr erschienen ist, wollte ich schon länger mal hinweisen. Der Verlag schreibt:
Die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo (1907–1954) führte in jeder Hinsicht ein leidenschaftliches Leben, mit dem sie bis heute jede Generation von Frauen begeistert. Auf ihren legendär gewordenen Selbstporträts erscheint Frida Kahlo als exotische Schönheit. Doch unter ihren prächtigen Gewändern verbarg Frida Kahlo einen schwer verletzten Körper und eine zutiefst verwundete Seele – Folgen eines Unfalls im Alter von 18 Jahren und ihrer schwierigen Beziehung zu dem Maler Diego Rivera, der Liebe ihres Lebens.
Mittwoch, 4. August 2010
¡Provecho!
Ein Besuch in der Stadt ist nichts ohne einen Besuch in meiner Lieblings-Taquería Sonora Grill in der Colonia Del Valle - eher up-scale, der Laden. Mindestens genauso lecker wie die Filet-Tacos sind die verschiedenen Salsas, die es dazu und vorneweg mit Totopos und Bohnen gibt: Chile Piquín, Tres Chiles, Chile Serrano, Chile mit Erdnuss, Chile mit Tamarinden, Chile Morita mit grünen Tomaten... ¡Buen provecho!
Abonnieren
Posts (Atom)

















