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Montag, 21. November 2011

Auf dem Heimweg

aus der Stadt sind wir wie immer unter dem Popocateptl entlang gefahren. Der hatte gestern morgen offenbar leichte Verdauungsstörungen.

Dienstag, 2. August 2011

Unterm Vulkan

Von der Dachterrasse des Hotel Colonial in Puebla hat man einen tollen Ausblick. Während der Regenzeit braucht man etwas Glück, aber nachdem es von Samstag auf Sonntag die ganze Nacht über geregnet hatte, sind die Wolken am Sonntagmorgen kurz aufgerissen. Zumindest der Popocateptl war zu sehen -- der Nachbarvulkan Iztaccíhuatl wird von der Kathedrale verdeckt.

Donnerstag, 24. März 2011

Lydia Cacho

In Mexiko ist die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Lydia Cacho auch Menschen ein Begriff, die keine Zeitung in die Hand nehmen. Hier und im Ausland ist sie mit Preisen regelrecht überhäuft worden. Allerdings ist sie über den Rummel um ihre Person keineswegs beglückt, denn er behindert ihre Recherche und lenkt von ihrem Thema ab. Ihr Thema, das ist die Versklavung von Frauen und Kindern zum Zweck der sexuellen Ausbeutung: Menschenhandel, Zwangsprostitution, Kinderpornographie und das organisierte Verbrechen, in Mexiko und in aller Welt. Anfang März erschien bei S. Fischer mit Sklaverei: Im Inneren des Milliardengeschäfts Menschenhandel ihr erstes Buch in deutscher Sprache, heute stellt sie es zusammen mit Günther Wallraff auf der litCologne in Köln vor.

Donnerstag, 17. März 2011

Dulcísima Puebla

Ein Gewerbe ist in der Altstadt von Puebla noch häufiger vertreten als der Seelenhandel: die Süßwarenläden. Obwohl die beiden verwandt sind. Die katholische Kirche hat Mexiko nämlich nicht nur das Kreuz und die Inquisition gebracht, sondern auch jede Menge Süßigkeiten. Und die sind so lecker, dass man der Kirche ihre Verbrechen fast verzeihen möchte. Um sich ein paar Pesos dazu zu verdienen, kneteten, kochten und buken die Nonnen das Klosters Santa Clara Leckereien aus Zucker und einheimischen Früchten und verkauften sie an die Haushalte der reichen Criollos und Gachupines der Stadt.

Dienstag, 15. März 2011

¡Qué chula es Cholula!

Fast so bekannt wie für seine Mole ist Puebla für die sprichwörtliche Frömmigkeit seiner Bewohner und für die vielen Klöster und Kirchen. Allein in der historischen Altstadt von Puebla gibt es an die neunzig, viele davon mit prunkvollen Fassaden und überbordenden Barockaltären. Noch mehr Kirchen hat allerdings der deutlich kleinere Nachbarort Cholula. Die Choluler behaupten gern, sie hätten für jeden Tag des Jahres eine Kirche, aber in Wirklichkeit sind es "nur" knapp hundertvierzig. So viele Pfarrer hat der Ort natürlich gar nicht, weshalb die Mitglieder der Gemeinden - also die Nachbarn der jeweiligen Kirche - ihre Feste allein ausrichten und ihre Kirche selbst in Schuss halten. Eine davon ist Santa María Tonantzintla.

Montag, 14. März 2011

Ein nationales Heiligtum

In Puebla befindet sich eines der bedeutendsten Nationalheiligtümer der Mexikaner: die Küche des Klosters Santa Rosa. An diesem heiligen Ort rührten Nonnen vor mehr als 400 Jahren die erste Mole an, eine Chili-Schokoladen-Soße, die heute eines der vielen mexikanischen Nationalgerichte ist. Die Liste der Zutaten ist schier endlos und vor der Erfindung von Mutters Küchenhelfern haben die armen Ordensfrauen tagelang Chilis geweicht, Nüsse gerieben und Schokolade gemahlen. Daher auch der Name Mole: Er kommt nämlich vom spanischen moler, also mahlen (und vom nahuatl molli für Soße). Für Menschen, die sich nicht drei Tage in die Küche stellen können, gibt es die Mole zum Glück auch als Paste und Pulver.

Sonntag, 13. März 2011

¡Look at the Colours!

Allzu viel Grün ist auf die Dauer auch öde. Deswegen waren wir am Wochenende in Puebla. Bunte Häuser, bunte Kirchen, bunte Cafés, bunte Kleider, bunte Fliesen, bunte Teller, bunte Gerichte, bunte Süßigkeiten, und darüber ein strahlend blauer Himmel... in Xalapa kann man fest vergessen, wie bunt Mexiko ist.