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Donnerstag, 15. September 2011

¡Viva México!

Heute ist "El Quince" oder "der Fünfzehnte" und Nationalfeiertag. Vor 201 Jahren hielt Pfarrer Hidalgo in einem Kirchlein bei Quanajuato den Morgengottesdienst vor seinen Mitstreitern, rief zum Schluss "Es lebe Mexiko! Nieder mit den Spaniern!" (oder so ähnlich, die Historiker sind sich da nicht ganz so einig), schnappte sich eine Standarte der Jungfrau von Guadalupe und flitzte auf die Strasse. Damit begann der Kampf um die Unabhängigkeit. Eigentlich hielt er diese Predigt erst am 16., aber der Diktator Porfirio Díaz legte die Feier einen Tag vor, um am Abend seines Geburtstags vom Balkon des Regierungspalastes "Viva México!" rufen und eine Glocke läuten zu dürfen. Seither rufen Präsidenten und Bürgermeister eben schon am Abend des 15. den berühmten Grito.
   Dieses Jahr haben ein paar kleine Bürgerrechtsorganisationen zum Boykott des Grito aufgerufen, um gegen den Drogenkrieg von Präsident Felípe Calderón zu protestieren. Seitdem vor ein paar Jahren Angehörige einer Drogenbande in Morelia eine Handgranate in die Menge geworfen haben, meiden ohnehin einige die Veranstaltungen. Viele werden zuhause feiern, wir sind bei Freunden zum Essen eingeladen und werden ::Pozole:: essen, Tequila trinken und uns um 22 Uhr die Übertragung des Grito im Fernseher ansehen. Trotz allem werden sich auch dieses Jahr wieder Millionen auf dem Zócalo und den Plätzen im ganzen Land drängen und ihre "Vivas! rufen. Gefeiert wird immer. Wäre doch auch noch schöner.



Wir haben uns übrigens auch schon mit Fähnchen eingedeckt, wie sie hier auf dem Zócalito von Coatepec verkauft werden.

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