Sieben Jahre in Mexiko waren auch sieben Jahre ohne Fahrrad. In Mexiko-Stadt hätte ich mich nicht im Traum auf die Straße getraut, auch wenn der Bürgermeister auf Umweltschützer macht, Fahrbahnen grün streicht, um zu signalisieren, dass Radfahrer hier Vorfahrt haben (haha) und jeden Sonntagvormittag in einem anderen Stadtteil Straßen sperrt, um die Bürger zum Radeln zu animieren. Aber nachdem wir jetzt schon ein Jahr im Grünen leben, gab es keine Entschuldigung mehr.
Trotzdem hätte ich mir dieses hübsche rote Mountainbike fast nicht gekauft, als wir gestern am Fahrradladen vorbeikamen -- ich habe überhaupt nur ernsthaft darüber nachgedacht, weil Lulú mich bearbeitet hat. Nach sieben Jahren hatte ich ganz vergessen, wie genial es sich anfühlt, im Sattel zu sitzen. Zum Glück sind die Schaltkreise im Gehirn nicht von den siebenjährigen Umbauarbeiten betroffen, weswegen ich aufsteigen und eine lockere Runde durch den Laden drehen konnte. Danach hatte ich keine Zweifel mehr.
Und hier werde ich in Zukunft radeln. Das ist der Weg, der an unserem Haus vorbeiführt...
...und nach zwei Kilometern sieht der so aus. Wenn ich hier immer weiter geradeaus radele (okay, ein paar Serpentinen sind wohl auch dabei), dann komme ich direkt zum 4300 Meter hohen ::Cofre de Perote::.
Irgendwann.




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