»Ich ziehe den Vorhang zurück und lehne mich weit über das Eisengeländer. Vor mir liegt Xalapa, eingebettet in seiner prächtigen Landschaft.
Der klare, feuchte und zarte Morgen ist so weich wie der Atem eines schlafenden Kindes. In den Kordilleren trifft die Sonne nicht direkt auf die Erde, sondern gefiltert durch unsichtbare Dunstschleier... Tannen und Araucarias bringen die Luft zum Duften. Zwischen den Häusern leuchten Bougainvillas und Gärten. Im Osten, hoch über der Bergkette, ragt der Pico de Orizaba empor. Der schneebedeckte Gipfel schwebt auf wundersame Weise im blauen Himmel, neben ihm die merkwürdige Silhouette des Cofre de Perote, über dessen Flanke Hernán Cortés seinen Weg nahm. So weit das Auge reicht, zeichnet die Sonne mit klaren Pinselstrichen Felder, bewaldete Hügel, Kämme und Schluchten...«
Aus: Fernando Benítez, La Ruta de Hernán Cortés.

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