archivo

Sonntag, 21. November 2010

Tschippi-tschippi

Jetzt kommt wieder die stade Zeit, die ich so überhaupt nicht mag. Als wir gestern Abend kurz nach Einbruch der Dunkelheit vor die Tür gegangen sind, hat es fein genieselt: Es war der Chipi-Chipi, der Fluch des Nebelwaldes. Auf der Fahrt in die Stadt bin ich am Mittelstreifen entlang durch die Nacht gekrochen, weil ich auf den Kurven durch den Wald streckenweise keine zwanzig Meter weit gesehen habe.
    Früher, als auch in Xalapa noch alles besser war, kam der Chipi-Chipi das ganze Jahr über, Abend für Abend. So erzählen es zumindest die Xalapeños und bekommen ganz nebelfeuchte Augen. Die gute alte Zeit hat sich dank Klimawandel gottseidank erledigt, und ich überlege, ob es sich lohnt, für die kommenden vier Monate Nebelscheinwerfer zu kaufen.

2 Kommentare:

Andreas hat gesagt…

Definitiv lohnen sich Nebelscheinwerfer! Wenn man einmal beim Auflbenden gegen die weiße Wand geglotzt hat (dann geht die Sicht auf gefühlte 2 Meter runter) und im Unterschied dazu den Effekt, wenn man mit den Nebelscheinwerfern unter dem Nebel durchleuchtet, dann stellt man die Frage garnicht mehr. Weniger Blindflug - weniger Gorillas überfahren!

Jürgen Neubauer hat gesagt…

Um die Haut der Gorillas mache ich mir weniger Sorgen als um meine. Umso mehr Grund, mir die Dinger zu gönnen.