archivo

Donnerstag, 16. September 2010

Bicentenario und Schokolade



"Alle sollen raus auf die Straße und feiern", sagte Präsident Felipe Calderon gestern morgen. Wir waren eigentlich auf eine Party eingeladen, aber die ist leider kurzfristig geplatzt. Also sind wir am frühen Abend nach Coatepec gefahren, um eine Pozole zu löffeln und eine Runde um den Platz zu drehen. Aber da niemand in Feierlaune schien und es fies vor sich hin nieselte, haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Dort haben wir leckeren Kakao getrunken und uns im Internet-Livestream die Zweihundertjahrfeier in Mexiko angesehen.
     Dazu haben wir darüber diskutiert, was die Show auf dem Zocalo inhaltlich mit den Menschen in Mexiko zu tun hatte; ob die angeblich 150 Millionen Euro, die der Staat für die Feiern im ganzen Land ausgegeben hat, nicht anders besser angelegt gewesen wären; und ob derlei Spektakel nicht nur wieder Glasperlen sind, mit denen die Menschen davon abgehalten werden sollen, ihre wahren Rechte einzufordern. Das und vieles mehr kann man natürlich diskutieren. Man kann aber auch einfach feiern und fertig.
     (In der ZEIT habe ich eben übrigens ein paar Fotos von den Vorbereitungen für den Umzug zur Zweihundertjahrfeier entdeckt, den die Autoren hartnäckig als Karneval bezeichnen).

Keine Kommentare: