Das schreiben wir nämlich nach dem Kalender der Mayas. Und Glück werden wir auch brauchen, denn wenn wir einigen New Age-Gurus glauben, dann haben die Mayas für den 22. Dezember den Weltuntergang vorgesehen. Im Internet machen "Sieben Prophezeiungen der Mayas" die Runde, die eine große Flut und andere Katastrophen heraufbeschwören. In den Kodizes und Steintafeln der Mayas sucht man diese vermeintlichen Weissagungen allerdings vergeblich. Trotzdem ist der 22. Dezember 2012 aus Sicht der Mayas ein faszinierendes Datum.Um zu verstehen, warum das Datum so interessant ist, muss man sich den Kalender der Mayas ansehen. Oder besser die Kalender, denn die Mayas waren derartig begeisterte Sterngucker und Zahlenfetischisten, dass sie gleich mit mehreren hantierten. Zwei davon waren besonders wichtig: Der Haab'-Kalender definierte das Sonnenjahr mit 18 Monaten zu 20 Tagen, plus 5 "Untagen", und der Tzolk'in-Kalender markierte das religiöse Jahr mit 13 Monaten zu 20 Tagen. Alle 52 Jahre kamen die beiden Kalender gleichzeitig an den Ausgangspunkt zurück. Dieses Zusammentreffen verhieß nichts Gutes, und die Priester feierten wochenlange Rituale und Zeremonien, um Schaden abzuwenden und nebenbei ein paar Schalttage einzubauen.
Die Mayas liebten nicht nur ihre Kalender, sondern auch die Geschichtsschreibung. Die Paläste, die sie auf der Halbinsel Yukatan, in Chiapas und Guatemala zurückließen, sind vollgestellt mit Steintafeln, auf denen die Priesterkönige ihre Taten verewigten. Um sich ordentlich im Zeitenlauf zu verankern, erfanden sie eine Zeitrechnung mit gewaltigen Zyklen von 144.000 Tagen oder 400 Jahren à 360 Tagen. Forscher haben ermittelt, dass die Zeitrechnung der Mayas am 13. August 3114 vor Beginn der westlichen Zeitrechnung beginnt. Von diesem Tag Null an zählten die Mayas mit einer Mischung aus einem 20er- und 18er-Zahlensystem. Nach diesem Kalender würde man das heutige Datum als 12.19.19.0.5 schreiben (das aktuelle Datum findet Ihr hier), oder besser so:
Und jetzt kommt der schicksalhafte 22. Dezember 2012 in Spiel. An diesem Tag, der nur zufällig auf die Wintersonnenwende fällt, endet nämlich ein Zyklus, und am 23. beginnt ein neuer, geschrieben 13.0.0.0.0. Wenn die Mayas schon alle 52 Jahre zittern, wie dann erst vor einer solchen Zeitenwende? Das behaupten zumindest die New Age-Prediger, die dankbar sind um jede 13 im Kalender, um ihre apokalyptischen Botschaften verticken zu können. Angeblich ende an diesem Datum der Maya-Kalender und ergo die Welt, behaupten sie. Aber das ist natürlich völliger Unfug, denn der Maya-Kalender tickt munter weiter, wie jede andere Zeitrechung auch.
Zumindest was die Mayas angeht, können wir uns also zurücklehnen und dem Jahr entspannt entgegensehen. In dem Sinne ein gutes Neues!

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