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Sonntag, 30. Oktober 2011

Muertos!

Es ist wieder soweit, die mexikanischen Toten besuchen ihre bucklige Verwandtschaft. Überall in der Stadt werden ihnen zu Ehren Altäre aufgebaut und mit orangefarbenen Blumen namens Cempasuchils Wege markiert, damit die Toten auch in den richtigen Häusern spuken. Aber sie statten nicht nur Privatbesuche ab, sondern fallen über die gesamte Öffentlichkeit her.
    Als wir am Wochenende nach Coyocán kamen, spielten Kinderskelette rund um den großen Brunnen Fussball, hüpften Seil, musizierten und tanzten. Horden von Skeletten kletterten über Zäune und Mauern. In den Geschäften und Cafés saßen die Catrinas mit ihren Hüten und Federboas, von den Balkonen winkten Skelette. Die Toten mischen die Stadt richtig auf.






Und zur Betreuung künftiger Generationen von Toten hatte das Bestattungsinstitut García López direkt vor der Kirche einen bunten Stand aufgebaut, an dem Mitarbeiter Gräber und Bestattungen verkauften -- zu 24 günstigen Monatsraten.Wenn das nicht heisst, ans Leben zu glauben.


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